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Donnerstag, 11. Juli

Das Gigathlon-Team green.ch kommt langsam aber sicher in Fahrt. Während die meisten anderen Teams mehr und mehr mit der Müdigkeit zu kämpfen haben, bleiben die Leistungen unseres Teams konstant gut, und werden teilweise gar noch besser!

Zwar hatten gleich mehrere unserer Sportler Mühe, um 4 Uhr in der Früh bereits Kohlenhydrate zu sich zu führen. Insbesondere Raphael brachte keinen Bissen runter. Das konnte jedoch später mit Bananen und Energieriegeln kompensiert werden, so dass dies nicht zu einem gravierenden Nachteil wurde.

Der heutige Start war vor allem für die Organisatoren etwas Spezielles. In den Neunziger-Jahren hatten sie 7-mal den Trans-Swiss-Triathlon organisiert. Die Schwimm-Strecke von damals war identisch mit derjenigen heute morgen. Da kamen natürlich viele Erinnerungen an alte 'Pionier-Tage' hoch.
Im Gegensatz zu den übrigen sechs Tagen wurden heute alle Kategorien gleichzeitig auf die Strecke geschickt. Catherine liess sich vom grossen Feld überhaupt nicht beeindrucken, und zeigte auf der 3.5 Kilometer langen Schwimmstrecke erneut eine super Leistung. Trotz heftiger Schauer - akustisch zwischendurch untermalt von Donner - genoss sie die Strecke richtiggehend. Für sie war dies das persönliche Highlight der bisherigen Gigathlon-Erlebnisse, während viele andere Sportler gewaltigen Respekt vor dieser wohl schwierigsten Schwimmstrecke hatten. Offenbar war auch Catherines Vorbereitung optimal: Am Vorabend ging sie noch leicht joggen, um sich neben der doch recht monotonen Schwimmbewegung etwas Abwechslung zu gönnen. Viele Gigathleten trauten wohl ihren Augen kaum, als sie Catherine locker durchs Camp joggen sahen.
Trotz des riesigen Gedränges in der Wechselzone klappte die Übergabe zur Inline-Skaterin Nathalie optimal. Leider erneut nicht optimal waren ihre Strassenverhältnisse. Immerhin regnete es nicht mehr, aber die Unterlage war doch noch recht nass. Mit einigen Minuten Vorsprung auf den Zeitplan konnte sie schliesslich an Raphael übergeben.

Raphael vor seinem Start:
um diese (hier leicht zweckentfremdeten) Bananen wird unser Radfahrer später noch froh sein
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Für Raphael stand heute die Königsetappe auf dem Programm. Nachdem unser Radfahrer beim Frühstück kaum etwas essen konnte, fühlte er sich zu Beginn der Etappe recht schwach. So kam es ihm gelegen, dass er unterwegs eine Gigathletin antraf, welche mit den selben Problemen zu kämpfen hatte. Im Aufstieg zum San Bernardino Pass verabschiedete er sich jedoch von ihr, und fuhr ihr davon. Nachdem er einige Bananen und Energieriegel verschlungen hatte, fühlte er sich nämlich gerade rechtzeitig vor den beschwerlichen Aufstiegen wieder fit. Er bewältigte den langen Aufstieg problemlos. Nach einer kurzen Abfahrt folgte der zweite happige Aufstieg, diesmal zum Splügenpass. Auch dieses Hindernis bewältigte unser Radfahrer mit Bravour. Besonders die zahlreichen unbeleuchteten Tunnels stellten auf der anschliessenden Abfahrt gefährliche Klippen dar. Raphael ging jedoch keine unnötigen Risiken ein, so dass er auf der 30 km langen Abfahrt keine heiklen Situationen zu bewältigen hatte. Im 10 Kilometer langen Schlussaufstieg konnte er dann nochmals zulegen. Dort heftete sich dann auch einer der besten Single-Gigathleten an sein Hinterrad, und Raphael spielte seine 'Lokomotiv-Funktion' mit einer erstaunlichen Lockerheit.
Als nächster war Mountainbiker Marco an der Reihe. Auf unseren Kletter-Spezialisten wartete heute der Aufstieg zum Malojapass. Obwohl er sich heute für den morgigen Aufstieg zum Scalettapass schonte, erreichte er eine hervorragende Zeit, und überholte Gigathlet um Gigathlet.

Der Wechsel in Maloja:
Marco schickt Felix auf die Strecke
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Felix stand Marco anschliessend auf der Laufstrecke kein bisschen nach. Auch er überholte einen Gigathleten nach dem andern, und erreichte schliesslich die 19.-beste Abschnittszeit! Dieses Terrain mit ständigem Auf und Ab liegt Felix ganz offensichtlich. Nachdem seine Magenprobleme und der Muskelkater langsam vergessen sind, läuft er zu ganz grosser Form auf. Wir dürfen gespannt sein, was er uns diese Woche noch alles zu bieten hat.

Die Stimmung im Team wird immer besser - nicht zuletzt natürlich dank den immer problemloser verlaufenden Wettkampftagen. Ein besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Betreuer Angi, Heidi und Thomas. Ohne ihren grossartigen Einsatz wären solche Leistungen wohl kaum möglich. Zudem kristallisert sich unsere 'Positiv-Denkerin' Catherine immer mehr als Motivations-Genie heraus.

Die Fahrzeugkolonne auf dem Weg zum nächsten Etappenziel:
Auch unsere Betreuer waren beim Gigathlon nie allein
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Die Statistiken der Anzahl Gigathleten, welche noch im Rennen sind, reduziere ich ab heute auf ein Minimum. Der einfache Grund: Viele kommen jeweils erst so spät im Tagesziel an, dass es schwer ist, die genauen Zahlen zu eruieren. So kamen beispielsweise gestern nach Mitternacht noch 20 Athleten an, die zuvor bereits unter 'aufgegeben' aufgeführt wurden.

Apropos 'aufgeben': Auch für die am besten trainierten Sportler gibt es irgendwo eine Grenze. So musste heute die bisher im Gesamtklassement führende Frau (Daniela Bürgi aus Altorf) das Rennen auf dem Splügenpass entkräftet aufgeben. Bis um 23 Uhr erreichte noch keine einzige Frau und erst etwa 30 Single-Männer das Ziel in Samedan. Gestartet waren heute Donnerstag noch 5 Frauen und 111 Männer.

Vom ganzen Geschehen rund um den Gigathlon bekommen unsere Sportler nicht viel mit. Sie sind zwar mitten im Geschehen drin, sind jedoch um Welten schlechter informiert als jeder einigermassen interessierte Zuschauer. Neben den eigenen Aktivitäten während und nach den Etappen bleibt auch gar nicht viel Zeit, um sich gross zu informieren. Nehmen wir mal das Beispiel von Marco: Heute war er bis um etwa 17 Uhr mit dem Mountainbike im Einsatz. Nach einer kurzen Dusche, dem Transport ins Tagesziel nach Samedan, dem Einrichten auf dem Zeltplatz, dem Anstehen beim Massagezelt, dem Nachtessen um ca. 22 Uhr, und der anschliessenden Reparatur seines beschädigten Kilometerzählers konnte er sich endlich schlafen legen. Morgen wird er um 4 Uhr frühstücken, um für seinen Start um halb sieben optimal gerüstet zu sein.
Ab morgen Freitag wird wenigstens das lange Anstehen zur Massage entfallen. In weiser Voraussicht hat unser Team (zusammen mit einem anderen 5er-Team) ab Freitag-Mittag eine professionelle Masseurin engagiert, welche die Waden unserer Sportler durchkneten wird.


Zum Schluss noch wie gewohnt der Ausblick auf die Etappen vom Freitag:
Start: Samedan
Ziel: Frauenfeld (Die Athleten freuen sich über jeden Zuschauer!)

Die einzelnen Disziplinen:
47km Mountainbike: Die Königsetappe der Biker mit dem Scalettapass als Haupthindernis.
2km Schwimmen: Kurze aber kalte Strecke.
143 km Rennvelo: Die längste Gigathlon-Strecke überhaupt.
22km Laufen: Amriswil-Weinfelden (um ca. 16 Uhr) bietet sich für einen Abstecher zum Gigathlon besonders an.
21km Inline-Skating: Flach. Auch Nathalie freut sich natürlich jetzt, da es langsam in Richtung Heimat unseres Teams geht, über jede Unterstützung.

--
Newsletter verfasst von:
Roger Kaufmann

Zeitplan unter:
http://www.rogerkaufmann.ch/gigathlon.htm

© Roger Kaufmann 2002  [bitte beachten!]


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Letzte Änderung: 21. August 2002.