Am Sonntag-Abend bei der Registrierung und Teammaterial-Ausgabe wurden unsere greenen Sportler auf eine erste Geduldsprobe gestellt. Nach unendlich lange erscheinender Wartezeit konnten die Startnummern, die beiden Zelte, sowie das übrige Material endlich gefasst werden. Um 23 Uhr war schliesslich alles erledigt, und unsere Sportler konnten sich doch noch einige Stunden Schlaf gönnen - zumindest diejenigen, welche nicht allzu nervös waren.
Um halb fünf ging's dann bereits wieder zum Frühstück. Das endlose Warten fand auch hier vor der Essensausgabe ihre Fortsetzung. Wenigstens darf man zuversichtlich sein, dass sich diese organisatorischen Dinge in den nächsten sechs Tagen so einpendeln werden, dass die Wartezeiten um einiges kürzer werden.
Soviel zum Gigathlon-Camp in Yverdon; doch nun zum sportlichen Geschehen:
Catherine zeigte trotz der ungewohnt frühen Startzeit (6.30 Uhr) eine hervorragende Schwimm-Leistung, und vermochte gar mit dem vordersten Teil des imposanten Teilnehmerfeldes mitzuhalten! Als eine der ersten stieg sie aus dem Wasser. Leider war jedoch die erste Übergabe-Stelle so chaotisch und damit völlig unübersichtlich organisiert, dass sich Catherine und der zusammen mit knapp 400 weiteren Bikern wartende Marco erst nach etwa 20-minütiger Suche fanden!
Marco ging dennoch topmotiviert auf die recht coupierte Mountainbike-Strecke, verspürte jedoch schon nach kurzer Zeit einen Schmerz im Knie, so dass er nur mit halber Kraft in die Pedalen treten konnte. Immerhin ist er zuversichtlich, bis Ende Woche weiterfahren zu können - wenn auch mit reduzierter Leistungskraft.
Marco auf den letzten Metern der ersten Etappe:
[für grössere Ansicht bitte Foto anklicken]
Als nächste war unsere Inline-Skaterin Nathalie an der Reihe. Ihr Kommentar zu den steil ansteigenden letzten 7 Kilometern (Passstrasse!): Das war härter als alles, was ich bisher sportlich gemacht habe - und das bei dieser Hitze! Wenigsten habe ich nun im Gegensatz zu meinen Teamkollegen das härteste Teilstück bereits hinter mir.
Raphael nahm anschliessend die 90 km lange und mit zwei Pässen gespickte Radstrecke in Angriff. Er zeigte sich zwar etwas überrascht, dass nach dem Überwinden des zweiten Passes noch weitere Höhenmeter auf ihn warteten. Da er jedoch bewusst vorsichtig ans Werk gegangen war, war dies kein ernsthaftes Problem für ihn. Mit seiner ersten Etappe zeigte er sich denn auch zufrieden.
Den Abschluss bildete die mit 15 km kürzeste Laufstrecke, welche Felix in einer Zeit deutlich unter einer Stunde zurücklegte. Mit diesem gelungenen Einstig kann er natürlich zuversichtlich auf die nächsten Tage vorausblicken.
Das Camp in Lausanne:
[für grössere Ansicht bitte Fotos anklicken]
Gesamthaft kann zu den 7-Tage-Teams gesagt werden, dass das Niveau unglaublich hoch ist - noch höher, als wir dies ohnehin schon erwartet hatten. Unser Ziel bleibt das Erreichen des Endzieles in Biel. Schön wäre natürlich, am Ende unter den schnellsten 200 der 382 gestarteten Equipen zu sein. Das Ankommen bleibt jedoch nach wie vor das Hauptziel.
Für die Statistiker:
momentaner Rang 293; immer noch sind alle 382 Teams im Rennen.
Sensationell ist die Leistung, welche die besten Single-Gigathleten zeigen. Einige waren gar schneller als unser 5er Team! Am ersten Tag haben alle der 158 gestarteten Männer und 6 gestarteten Frauen das Ziel erreicht. Das grosse Ausscheidungsrennen wird wohl morgen Dienstag beginnen.
Ausblick auf die Etappen vom Dienstag:
Start: Lausanne
Ziel: Interlaken
Die einzelnen Disziplinen:
2.5km Schwimmen: Catherine wird wohl wieder als eine der ersten aus dem Wasser steigen.
138km Rennvelo: Mit dem Col des Mosses steht ein weiterer Pass auf dem Programm.
50km Mountainbike: mehrheitlich flach.
33km Inline-Skating: relativ lang, dafür flach.
32km Laufen: die erste richtige Bewährungsprobe für Felix.